Donnerstag, 29. Juli 2010
Verstochen.
Wahnsinn wie Muecken und sonstige Stech-und-Beisstiere hier auf mich losgehen. "Streusselkuchen" beschreibts nicht mehr so ganz, "Mondlandschaft" trifft gerade wohl eher zu. Echt furchtbar - und das trotz Mueckenspray "Nobite"... Wie soll das erst werden, wenn ich an der Kueste bin oder noch besser im Regenwald?!
Tabacundo/Tocachi - Abschied.
Heute ist mein letzter Tag hier am Colegio in Tabacundo und bei meiner Gastfamilie in Tocachi. Die drei Wochen sind vergangen wie im Flug. Ich habe viel fuer den Verein gearbeitet, viele Patenkinder besucht und sie und ihre familiaeren Verhaeltnisse kennengelernt, viele Mails mit dem Verein hin und her geschrieben, viele neue Woerter und Redewendungen gelernt, viele Leute kennengelernt, vieles erlebt. Bin gerade ziemlich muede und fuehle mich etwas ausgelaugt - ich brauch mal ne Pause... Deshalb gehts morgen erstmal nach Quito und am Sonntag erst weiter zum naechsten Projekt. Werde in Quito wieder im selben Hostal wie in den ersten beiden Wochen waehrend meines Sprachkurses wohnen. Dann heisst es erstmal schlafen, Erfahrungen und Erlebtes verarbeiten, bloggen, bilder hochladen, skypen, das Projekt in Tabacundo gedanklich abschliessen und mich auf der dritte Projekt in Pile an der Kueste vorbereiten.
Der morgige Abschied von meiner Gastfamilie in Tocachi wird mir schwer fallen. Bin von der Familie sehr herzlich aufgenommen worden und hab mich wohl gefuehlt mit Landleben, nur fuenf Busverbindungen pro Tag, Muecken und sonstigen Viechern und einer wahnsinns Aussicht ueber die Anden wenn nicht gerade alles friedlich im Hochnebel versunken war.
Der morgige Abschied von meiner Gastfamilie in Tocachi wird mir schwer fallen. Bin von der Familie sehr herzlich aufgenommen worden und hab mich wohl gefuehlt mit Landleben, nur fuenf Busverbindungen pro Tag, Muecken und sonstigen Viechern und einer wahnsinns Aussicht ueber die Anden wenn nicht gerade alles friedlich im Hochnebel versunken war.
Mittwoch, 21. Juli 2010
Tabacundo - Computerkurs fuer die Patenkinder.
Heute und morgen Nachmittag werde ich fuer die Patenkinder am Colegio Tabacundos einen kleinen Computerkurs anbieten.
Es geht vor allem darum die Kommunikationsmoeglichkeiten der Patenkinder hier in Tabacundo mit den Pateneltern in Deutschland zu verbessern. Ich werde ihnen drei Programme vorstellen, die sehr hilfreich fuer die Kommunikation sein koennten. Ein Sprachuebersetzungs-Tool von Google, Skype und Picasa.
Sprachuebersetzungs-Tool von Google. Dort kann man einen ganzen Text in einer Sprache eingeben und komplett in eine andere Sprache uebersetzen lassen. Die Uebersetzung ist zwar nicht gerade wahnsinnig toll, aber der Sinn ist verstaendlich und darum geht es ja vor allem. Bisher haben die Patenkinder ihre Mails auf Spanisch immer an ein Vereinsmitglied in Deutschland geschickt, diese hat die Mails ins Deutsche uebersetzt und an die jeweiligen Pateneltern weitergeleitet - wahnsinnig umstaendlich und zeitaufwendend.
Skype. Die Pateneltern, die Spanisch sprechen koennen, koennten ueber Skype mit ihren Patenkindern telefonieren. Headsets gibt es hier in jedem Internetcafe. Wie das hier am Colegio ausschaut weiss ich immer noch nicht so genau. Anscheinend gibt es genau zwei Headsets, eines fuer die Schueler und eines fuer den Rektor - nicht gerade viel.
Picasa. Ein Programm mit dem man Bilder verwalten und im Netz hochladen kann, einen Link versenden und ueber diesen Link koennen andere wiederrum die Bilder anschaun. Ich finde das Programm in der Hinsicht fuer die Patenkinder geeingent, da Bilder manchmal mehr sagen als Worte. Weiter besteht oft leider eine Sprachbarriere. Die Patenkinder sprechen oft nur Spanisch und die Pateneltern nur Deutsch und Englisch. Diese Sprachbarriere kann ueber die Bilder etwas ueberwunden werden. Die Patenkinder sind hier ausserdem teilweise etwas verschlossen. Sie antworten zwar auf Fragen, aber so richtig von sich erzaehlen tun nur sie selten.
Hoffe, dass ich die Patenkinder heute Nachmittag verstaendlich in die Benutzung der Programme einfuehren kann. Schreibe mir gerade schon ein paar Vokabeln aus meinem Woerterbuch raus, die ich auf jeden Fall brauchen werde.
Es geht vor allem darum die Kommunikationsmoeglichkeiten der Patenkinder hier in Tabacundo mit den Pateneltern in Deutschland zu verbessern. Ich werde ihnen drei Programme vorstellen, die sehr hilfreich fuer die Kommunikation sein koennten. Ein Sprachuebersetzungs-Tool von Google, Skype und Picasa.
Sprachuebersetzungs-Tool von Google. Dort kann man einen ganzen Text in einer Sprache eingeben und komplett in eine andere Sprache uebersetzen lassen. Die Uebersetzung ist zwar nicht gerade wahnsinnig toll, aber der Sinn ist verstaendlich und darum geht es ja vor allem. Bisher haben die Patenkinder ihre Mails auf Spanisch immer an ein Vereinsmitglied in Deutschland geschickt, diese hat die Mails ins Deutsche uebersetzt und an die jeweiligen Pateneltern weitergeleitet - wahnsinnig umstaendlich und zeitaufwendend.
Skype. Die Pateneltern, die Spanisch sprechen koennen, koennten ueber Skype mit ihren Patenkindern telefonieren. Headsets gibt es hier in jedem Internetcafe. Wie das hier am Colegio ausschaut weiss ich immer noch nicht so genau. Anscheinend gibt es genau zwei Headsets, eines fuer die Schueler und eines fuer den Rektor - nicht gerade viel.
Picasa. Ein Programm mit dem man Bilder verwalten und im Netz hochladen kann, einen Link versenden und ueber diesen Link koennen andere wiederrum die Bilder anschaun. Ich finde das Programm in der Hinsicht fuer die Patenkinder geeingent, da Bilder manchmal mehr sagen als Worte. Weiter besteht oft leider eine Sprachbarriere. Die Patenkinder sprechen oft nur Spanisch und die Pateneltern nur Deutsch und Englisch. Diese Sprachbarriere kann ueber die Bilder etwas ueberwunden werden. Die Patenkinder sind hier ausserdem teilweise etwas verschlossen. Sie antworten zwar auf Fragen, aber so richtig von sich erzaehlen tun nur sie selten.
Hoffe, dass ich die Patenkinder heute Nachmittag verstaendlich in die Benutzung der Programme einfuehren kann. Schreibe mir gerade schon ein paar Vokabeln aus meinem Woerterbuch raus, die ich auf jeden Fall brauchen werde.
Dienstag, 20. Juli 2010
Eine Katze und ein paar kleine Freunde kalt.
Hmmm, die waermende Katze Madrugada scheint ein paar kleine beissende Freunde zu haben - kleine froehlich huepfende Floehe. Bin von oben bis unten verstochen - Muecken, Floehe und kleine Spinnentiere haben mich als naechtlichen Festschmaus entdeckt. Sehe aus wie ein Streusselkuchen... Wie wird das erst, wenn ich in zwei Wochen an der Kueste lebe und im September dann im Regenwald?!
Tocachi - Guten Morgen.
Heute morgen in aller Fruehe war die Sicht vom Sofias Balkon aus ueber das Andenhochland herrlich klar. Kein Hochnebel, dafuer waermende Sonnenstrahlen.
Es waren viele Vulkane, Lagunen, Bergspitzen und Taeler zu sehen. Leider sind diese auf dem Video nicht all zu gut zu erkennen - Fotos der wunderschoenen Aussicht lade ich in den naechsten Tagen hoch.
Ganz rechts der Norden Quitos mit dem Haus-Vulkan Pichincha. Gerade aus mit einer Schnee-Muetze der Vulkan Cotopaxi und ganz links nicht ganz im Bild der Vulkan Cayambe ebenfalls mit Schnee bedeckt. Dazwischen sind viele weitere Vulkane und Berge von denen ich mir leider nicht allen den Namen merken konnte...
Es waren viele Vulkane, Lagunen, Bergspitzen und Taeler zu sehen. Leider sind diese auf dem Video nicht all zu gut zu erkennen - Fotos der wunderschoenen Aussicht lade ich in den naechsten Tagen hoch.
Ganz rechts der Norden Quitos mit dem Haus-Vulkan Pichincha. Gerade aus mit einer Schnee-Muetze der Vulkan Cotopaxi und ganz links nicht ganz im Bild der Vulkan Cayambe ebenfalls mit Schnee bedeckt. Dazwischen sind viele weitere Vulkane und Berge von denen ich mir leider nicht allen den Namen merken konnte...
Montag, 19. Juli 2010
Eine Katze kalt.
Hier in Ecuador ist es genau zwoelf Stunden Tag und zwoelf Stunden Nacht. Sobald die Sonne untergegangen ist, wird es empfindlich kalt. Ich bin wirklich sehr froh, dass ich meinen Schlafsack und einen Fliespulli eingepackt habe. Letztens habe ich mir noch einen dicken Wollpulli gekauft, weil es hier einfach zu kalt ist und ich zu wenig warme Sachen dabei habe.
Abends sitzt oft die Katze Madrugada (dt.: Morgendaemmerung - sie heisst so weil sie sobald die Sonne aufgegangen ist vor der Kuechentuer sitzt und laut miaut und Krach macht, sie will in die warme Kueche und etwas zu Futtern haben) auf meinem Schoss - sie waermt so schoen.
Letztens habe ich irgendo gelesen, dass die Inuits die Kaelte einer Nacht in der Anzahl der Schlittenhunde misst, die sie brauchen um es warm zu haben. Hier in Tocachi ist es abends eine Katze kalt.
San Antonio - Tanzgruppe - Fiesta Pomasqui.
Die Tanzgruppe von San Antonio tanzt auf verschieden Festen um Umzuegen in der Region Pichincha. Sie haben auch auf dem Umzug in Cayambe getanzt, den ich mir zusammen mit Sofia und ihrem Opa angeschaut habe. Aber da habe ich sie leider noch nicht gekannt.
Die Tanzgruppe ist letztens bei einem Umzug in Pomasqui mitgelaufen, ein kleines Dorf zwischen San Antonio und Quito. Diesmal stand ich nicht am Strassenrand und habe mir den ganzen Umzug angeschaut, sondern bin mit der Gruppe mitgelaufen. Habe Handys und sonstigen Kram verwart, Wasserflaschen getragen und war einfach mitten drin dabei. Da die Tanzgruppe keine eigene Musikgruppe hat, sondern ausschliesslich aus Taenzern besteht, haben sie immer vor einer Musikgruppe getanzt und immer laut nach mehr Musik gerufen, wenn die Musiker gerade eine kleine Pause gemacht haben.

Die ganze Tanzgruppe vor dem Haus von Sra. Imelda und Vanessa, kurz bevor es von San Antonio los nach Pomasqui geht.

Alle fahren auf einen Pick-Up-Truck mit. Ist das gaenisgte Verkehrsmittel hier neben den Bussen. Wenn im Auto selbst kein Platz mehr ist, wird die Ladeflaeche benuzt. Oft fahren Leuter per Anhalter mit und springen einfach hinten drauf, klopfen auf das Fahrerdach wenn sie runter wollen und zahlen ein paar Centavos an den Fahrer.










Am Ende hab ich dann auch noch ein bisschen mitgetanzt.
Die Tanzgruppe.
Danach ging die Fiesta auf dem Kirchplatz weiter und alle haben getanzt.
Die Tanzgruppe probt unter nicht ganz einfachen Bedingungen. Ein nicht fertiges Gemeindehaus nicht weit vom Haus Sra. Imeldas und Vanessa entfernt dient als Proberaum. Immerhin ein Dach gibt es. Aber keine Fenster und kein Strom. Abends wird es arschkalt, aber Tanzen haelt immerhin warm. Die Strassenlaterne, die von draussen durch die nicht vorhandenen Fenster reinscheint, dient als Licht. Der Strom fuer die Musik wird durch ein nicht ganz ungefaehrliches Manoever vom Haus nebenan angezapft. Echt toll, wie motiviert die Gruppe und wie sie zusammen halten und was sie unter diesen Bedingungen auf die Beine stellen.
Die Tanzgruppe ist letztens bei einem Umzug in Pomasqui mitgelaufen, ein kleines Dorf zwischen San Antonio und Quito. Diesmal stand ich nicht am Strassenrand und habe mir den ganzen Umzug angeschaut, sondern bin mit der Gruppe mitgelaufen. Habe Handys und sonstigen Kram verwart, Wasserflaschen getragen und war einfach mitten drin dabei. Da die Tanzgruppe keine eigene Musikgruppe hat, sondern ausschliesslich aus Taenzern besteht, haben sie immer vor einer Musikgruppe getanzt und immer laut nach mehr Musik gerufen, wenn die Musiker gerade eine kleine Pause gemacht haben.
Die ganze Tanzgruppe vor dem Haus von Sra. Imelda und Vanessa, kurz bevor es von San Antonio los nach Pomasqui geht.
Alle fahren auf einen Pick-Up-Truck mit. Ist das gaenisgte Verkehrsmittel hier neben den Bussen. Wenn im Auto selbst kein Platz mehr ist, wird die Ladeflaeche benuzt. Oft fahren Leuter per Anhalter mit und springen einfach hinten drauf, klopfen auf das Fahrerdach wenn sie runter wollen und zahlen ein paar Centavos an den Fahrer.
Am Ende hab ich dann auch noch ein bisschen mitgetanzt.
Die Tanzgruppe.
Danach ging die Fiesta auf dem Kirchplatz weiter und alle haben getanzt.
Die Tanzgruppe probt unter nicht ganz einfachen Bedingungen. Ein nicht fertiges Gemeindehaus nicht weit vom Haus Sra. Imeldas und Vanessa entfernt dient als Proberaum. Immerhin ein Dach gibt es. Aber keine Fenster und kein Strom. Abends wird es arschkalt, aber Tanzen haelt immerhin warm. Die Strassenlaterne, die von draussen durch die nicht vorhandenen Fenster reinscheint, dient als Licht. Der Strom fuer die Musik wird durch ein nicht ganz ungefaehrliches Manoever vom Haus nebenan angezapft. Echt toll, wie motiviert die Gruppe und wie sie zusammen halten und was sie unter diesen Bedingungen auf die Beine stellen.
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