Gute Musik aus Quito. Santiago, der der mich an meinem ersten Tag verloren am Flughafen in Quito aufgegabelt hat, spielt in einer Band namens "Rocola Bacalao" mit. Die Band macht echt klasse Musik, gefaellt mir sehr gut.
Er kam gerad von einer Europa-Tour zurueck, als wir uns am Flughafen trafen. Sein Bruder produziert Filme und hat unter anderem ein Video von der Europa-Tour gemacht, bei der leider eine Kamera zwischen den huepfenden Zuschauern leicht zu Bruch ging.
Meine Lieblingslieder:
Condominio de Cartón
Chinese Rumba
Montag, 2. August 2010
Puerto Lopez - gut angekommen.
Bin heute morgen nach nicht mal zehn Stunden Fahrt - die Fahrtzeit hat sich auf Grund von der Ausbesserung der Strasse deutlich verkuerzt - in aller Fruehe um fuenf Uhr morgens in Puerto Lopez angekommen. War leicht umheimlich, als ich erstmal allein mitten in der Stadt an der Haltestelle der Busgesellschaft "Reina Camino" stand. Der Markt gegenueber war gerade zu oeffnen und ueberall waren nur Moto-Taxis (das gaenige Taxi hier - vorne Motorrad, hinten breite Sitzbank mit Schirm drueber) unterwegs.
Beatrice habe ich aus dem Bett klingeln muessen, keiner hatte mit meiner fruehen Ankunft gerechnet.
Die kommenden Tage werde ich im Haus von Beatrice und ihrem Mann Limberg und Sohn Jannis (2 Jahre) wohnen. Sehr schoen hier, farbenfroh und ich habe sogar mein eigenes keines Zimmer.
Heute morgen beim Espresso - ja so richtiger Kaffe aus Kaffeepulver und so, nicht dieser scheckliche Aufloeskaffee - musste ich gleich das erste mal gegen meine Spinnenangst ankaempfen. Ueber mir sass eine handflaechengrosse (nein ich uebertreibe wirklich nicht!) grosse Spinne, die hin und her gekrabbelt ist. Konnte mich nur schwerlich auf das Gespraech mit Beatrice konzentrieren, da ich immer die Spinne im Auge haben musste. Heute Nachmittag wenn ich Strand und Stadt erkunden gehe, werde ich mir auf jeden Fall ein Moskitonetz besorgen - kann sonst nicht in Ruhe schlafen - in Pile solls anscheinend mit den Spinnen schon schlimmer sein. Und anscheinend hat das Mostikotnetz in meinem Turm in Pile (werde in Pile in einem Bambus-Aussichtsturm auf dem Vivero leben) viele Loecher, die meine Vorgaengerin mit Heftpflastern versucht hat zu schliessen. Bei meiner Angst vor Spinnen und meinem Glueck von Stech- und Beisstieren heimgesucht zu werden muss also drigend ein neues lochfreies Moskitonetz her.
Beatrice habe ich aus dem Bett klingeln muessen, keiner hatte mit meiner fruehen Ankunft gerechnet.
Die kommenden Tage werde ich im Haus von Beatrice und ihrem Mann Limberg und Sohn Jannis (2 Jahre) wohnen. Sehr schoen hier, farbenfroh und ich habe sogar mein eigenes keines Zimmer.
Heute morgen beim Espresso - ja so richtiger Kaffe aus Kaffeepulver und so, nicht dieser scheckliche Aufloeskaffee - musste ich gleich das erste mal gegen meine Spinnenangst ankaempfen. Ueber mir sass eine handflaechengrosse (nein ich uebertreibe wirklich nicht!) grosse Spinne, die hin und her gekrabbelt ist. Konnte mich nur schwerlich auf das Gespraech mit Beatrice konzentrieren, da ich immer die Spinne im Auge haben musste. Heute Nachmittag wenn ich Strand und Stadt erkunden gehe, werde ich mir auf jeden Fall ein Moskitonetz besorgen - kann sonst nicht in Ruhe schlafen - in Pile solls anscheinend mit den Spinnen schon schlimmer sein. Und anscheinend hat das Mostikotnetz in meinem Turm in Pile (werde in Pile in einem Bambus-Aussichtsturm auf dem Vivero leben) viele Loecher, die meine Vorgaengerin mit Heftpflastern versucht hat zu schliessen. Bei meiner Angst vor Spinnen und meinem Glueck von Stech- und Beisstieren heimgesucht zu werden muss also drigend ein neues lochfreies Moskitonetz her.
Sonntag, 1. August 2010
Weiter gehts...
Es gibt von den vergangenen drei Wochen noch so viel mehr zu erzaehlen. Ueber die Patenkinder des Colegios in Tabacundo, ihre Lebensumstaende, die Arbeit auf der Ganja (dt.: Farm), das Aufforstungsprojekt in der Lagune und ueber den Ausflug mit den Patenkindern nach Baños. Aber ich werde erst nach und nach alles in meinen Blog posten koennen. Je nachdem wie ich ins Internet komme.
Heute Abend gehts mit einem Nachtbus von Quito direkt nach Puerto Lopez an die Kueste Ecuadors. Hoffe dass die zehn Stunden Busfahrt in der Nacht schneller vergehen als am Tag.
In Puerto Lopez erwarten mich die Schweizerin Beatrice und ihr ecuadorianischer Mann Limberg. Beide arbeiten in einer Hostaria (ein Zwischending zwischen Hostal und Hotel) in Puerto Lopez und arbeiten wenn es die Zeit zulaesst am Tourismusprojekt in Pile mit. Ich werde die ersten Tage in Puertp Lopez in einem Hostal wohnen und werde von Beatrice und Limberg in die Projekte in Pile eingefuert - das Tourismusprojekt und das Affenwaedlchenaufforstungsprojekt. Nach ein paar Tagen gehts dann weiter nach Pile und die Arbeit meines dritten Projektes beginnt.
Freue mich schon sehr darauf die Kueste Ecuadors kennen zu lernen, meine Fuesse in den Pazifik zu halten, die Wale vor Puerto Lopez (es ist gerade Wal-Saison) zu beobachten, die Einwohner Piles kennen zu lernen und mich in die neuen Projekte zu stuerzen.
Die zwei Tage Pause hier in Quito haben gut getan. Ich fuehle mich ausgeruht und konnte das Projekt in Tabacundo gedanklich etwas abschliessen.
Heute Abend gehts mit einem Nachtbus von Quito direkt nach Puerto Lopez an die Kueste Ecuadors. Hoffe dass die zehn Stunden Busfahrt in der Nacht schneller vergehen als am Tag.
In Puerto Lopez erwarten mich die Schweizerin Beatrice und ihr ecuadorianischer Mann Limberg. Beide arbeiten in einer Hostaria (ein Zwischending zwischen Hostal und Hotel) in Puerto Lopez und arbeiten wenn es die Zeit zulaesst am Tourismusprojekt in Pile mit. Ich werde die ersten Tage in Puertp Lopez in einem Hostal wohnen und werde von Beatrice und Limberg in die Projekte in Pile eingefuert - das Tourismusprojekt und das Affenwaedlchenaufforstungsprojekt. Nach ein paar Tagen gehts dann weiter nach Pile und die Arbeit meines dritten Projektes beginnt.
Freue mich schon sehr darauf die Kueste Ecuadors kennen zu lernen, meine Fuesse in den Pazifik zu halten, die Wale vor Puerto Lopez (es ist gerade Wal-Saison) zu beobachten, die Einwohner Piles kennen zu lernen und mich in die neuen Projekte zu stuerzen.
Die zwei Tage Pause hier in Quito haben gut getan. Ich fuehle mich ausgeruht und konnte das Projekt in Tabacundo gedanklich etwas abschliessen.
Waesche waschen auf die ecuadorianische Art.
Letzte Woche hat die Waschmaschine von Sofias Familie den Geist aufgegeben. Da hiess es Waesche waschen auf die ecuadornianische Art. Auf dem Waschstein links neben der Dusche wurde die Kleidung mit reichlich Seife feste geschrubbt und mit einer wahnsinnigen Wasserverschwendung ausgespuelt.
Laut Sofia musse jede ecuadorianische Frau, bevor sie heiratet richtig gut von Hand waschen koennen. Waesche waschen ist hier immer noch ausschliesslich Frauenarbeit, genau wie Kochen, Buegeln und Putzen. Der Onkel Sofias beispielsweise hat noch nie in seinem Leben einen Kochloeffel in der Hand gehabt.
Fuer emanzipierte Frauen wie Sofia ist es schwierig in der ecuadorianischen Machowelt einen Mann zu finden, der den Machismus nicht ganz so stark verinnerlicht hat.
Zum Glueck gibt es aber auch andere Maenner hier. Daniel beispielsweise, kocht regelmaessig am Wochenende fuer seine ganze Familie in Tocachi, wenn er von der Arbeit in Quito das Wochenende ueber in seiner Heimat verbringt. Schmeckt sehr gut - habe es ein paar mal testen duerfen.
Laut Sofia musse jede ecuadorianische Frau, bevor sie heiratet richtig gut von Hand waschen koennen. Waesche waschen ist hier immer noch ausschliesslich Frauenarbeit, genau wie Kochen, Buegeln und Putzen. Der Onkel Sofias beispielsweise hat noch nie in seinem Leben einen Kochloeffel in der Hand gehabt.
Fuer emanzipierte Frauen wie Sofia ist es schwierig in der ecuadorianischen Machowelt einen Mann zu finden, der den Machismus nicht ganz so stark verinnerlicht hat.
Zum Glueck gibt es aber auch andere Maenner hier. Daniel beispielsweise, kocht regelmaessig am Wochenende fuer seine ganze Familie in Tocachi, wenn er von der Arbeit in Quito das Wochenende ueber in seiner Heimat verbringt. Schmeckt sehr gut - habe es ein paar mal testen duerfen.
Cayambe - Vulkan.
Mit Sofia und Miguel, ein Freund von Sofia, gings von der Stadt Cayambe, die dem Vulkan ihren Namen verdankt, hoch auf den Vulkan Cayambe. Der Vulkan liegt im Norden Quitos, in der Provinz Pichincha und ist 5790 m hoch und ist somit Ecuadors dritt hoechster Berg.
Da die Ecuadorianer, die ich bisher so kennenglernt habe, etwas lauffaul sind, gings einen grossen Teil mit dem Auto hoch. So lange bis die Piste auch mit einem Vierradantrieb unbefahrbar war.
Miguel ist selbststaendiger Busfahrer und faehrt taeglich zwischen Cochasqui und Cayambe hin und her. Den Tag hatte er sich einen Fahrer besorgt und konnte so mit uns die Tour machen. Ich habe also quasi den Fahrer von Miguels Bus bezahlt und den Sprit und hatte meinen eigenen Vulkan-Chauffeur.

Ueber zwei Stunden ging es immer bergauf. Vorbei an Blumenplantagen...

... Kuehen und Einheimischen auf Pferden (hier nicht zu sehen, waren aber ehrlich da). Mit der Weile wurde es empfindlich kalt. Von 20 Grad in der Stadt Cayambe waren es viel weiter oben auf dem Vulkan nur noch 3 Grad.
Es regnete stark und auf den Hangruecken bildeten sich sturzartige Wasserfaelle.

Je weiter wir nach oben kamen desto mehr regnete es und der Nebel verhuellte die Sicht auf eine sonst bestimmt famose Aussicht.
Durch den vielen Regen war der Weg aufgeweicht und wir schafften es mit 4WD manchmal erst nach mehrmaligem Versuch auf der matschigen Piste weiter zu kommen.

Weiter oben angekommen - Schnee. Sofia und Miguel freuten sich wie die Schneekoenige ueber das viele kalte Weiss!

Der Wind war hier oben so stark, dass der Regen wie Nadelstiche waagrecht ins Gesicht peitschte. Konnte fast nicht meine Augen oeffnen...
Die Luft wurde da oben echt duenn. Habe nur langsam bergaufgehen koennen und meine Beine fuehlten sich an wie Blei. Vor meiner naechsten Vulkanbesteigung muss ich dringend an meiner Fitness arbeiten.
Leider konnten wir wegen dem starken Wind, dem Regen und den Nebel nicht ganz den Vulkan Cayambe hochlaufen. Ein Einwohner recht weit oben am Berg hatte uns dazu abgeraten. Wir hatten keinen kundigen Fuehrer dabei und auch keine weitere Ausruestung wie Sauerstoff, warmen Tee oder wasserdichte und vor allem waermende Kleidung. Schade, haette gerne mal einem Vulkan in den Schlund geschaut...
Da die Ecuadorianer, die ich bisher so kennenglernt habe, etwas lauffaul sind, gings einen grossen Teil mit dem Auto hoch. So lange bis die Piste auch mit einem Vierradantrieb unbefahrbar war.
Miguel ist selbststaendiger Busfahrer und faehrt taeglich zwischen Cochasqui und Cayambe hin und her. Den Tag hatte er sich einen Fahrer besorgt und konnte so mit uns die Tour machen. Ich habe also quasi den Fahrer von Miguels Bus bezahlt und den Sprit und hatte meinen eigenen Vulkan-Chauffeur.
Ueber zwei Stunden ging es immer bergauf. Vorbei an Blumenplantagen...
... Kuehen und Einheimischen auf Pferden (hier nicht zu sehen, waren aber ehrlich da). Mit der Weile wurde es empfindlich kalt. Von 20 Grad in der Stadt Cayambe waren es viel weiter oben auf dem Vulkan nur noch 3 Grad.
Es regnete stark und auf den Hangruecken bildeten sich sturzartige Wasserfaelle.
Je weiter wir nach oben kamen desto mehr regnete es und der Nebel verhuellte die Sicht auf eine sonst bestimmt famose Aussicht.
Durch den vielen Regen war der Weg aufgeweicht und wir schafften es mit 4WD manchmal erst nach mehrmaligem Versuch auf der matschigen Piste weiter zu kommen.
Weiter oben angekommen - Schnee. Sofia und Miguel freuten sich wie die Schneekoenige ueber das viele kalte Weiss!
Der Wind war hier oben so stark, dass der Regen wie Nadelstiche waagrecht ins Gesicht peitschte. Konnte fast nicht meine Augen oeffnen...
Die Luft wurde da oben echt duenn. Habe nur langsam bergaufgehen koennen und meine Beine fuehlten sich an wie Blei. Vor meiner naechsten Vulkanbesteigung muss ich dringend an meiner Fitness arbeiten.
Leider konnten wir wegen dem starken Wind, dem Regen und den Nebel nicht ganz den Vulkan Cayambe hochlaufen. Ein Einwohner recht weit oben am Berg hatte uns dazu abgeraten. Wir hatten keinen kundigen Fuehrer dabei und auch keine weitere Ausruestung wie Sauerstoff, warmen Tee oder wasserdichte und vor allem waermende Kleidung. Schade, haette gerne mal einem Vulkan in den Schlund geschaut...
Geburtstag.
Vergangene Woche hatte der Onkel von Sofia Geburtstag. Abends wurde in der Kueche mit der ganzen Familie gefeiert.




Die Tanten von Sofia waren fleissig am kochen. Es gab Berge zu essen. Und ich wurde mal wieder unglaeubig angeschaut, wenn ich vor dem vielen Essen kapiltulierte.
Daniel, ich, Opa, Onkel, Cousine mit Baby Sarai, Freund von Counsine und Papa von Baby.
Nach dem Essen waren Daniel und ich spontan fuer das Unterhaltungsprogramm zustaendig. Erst sag ich alle Lieder vor, die ich von der Musik- und Tanzgruppe gelernt habe. Drei an der Zahl, ich kann mir aber leider nicht den ganzen Text merken. Spaeter tanzten wir alle im Nebenraum (Vorratsraum des Ladens) zu traditioneller Musik. Bin leider nicht dazu gekommen Fotos zu machen, war mit singen und tanzen zu beschaeftigt...
Cuy.
Liebe Meerschweinchen von Kira,
tut mir leid, dass ich einen ecuadorianischen Freund von euch gegessen habe - jedenfalls teilweise. Hat gut geschmeckt, aber einfach die Vorstellung ein kuscheliges Meerschweinchen zu essen ist doch zu arg. Nochmmal werde ich Cuy (dt.: Meerschweinchen) nicht essen. Dafuer haben sie mich jeden morgen in Tocachi auf dem Weg zur Dusche zu lieb angequickt...
Herzlichst.
Judith

tut mir leid, dass ich einen ecuadorianischen Freund von euch gegessen habe - jedenfalls teilweise. Hat gut geschmeckt, aber einfach die Vorstellung ein kuscheliges Meerschweinchen zu essen ist doch zu arg. Nochmmal werde ich Cuy (dt.: Meerschweinchen) nicht essen. Dafuer haben sie mich jeden morgen in Tocachi auf dem Weg zur Dusche zu lieb angequickt...
Herzlichst.
Judith
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